Uganda Red Cross Society", Bushenyi, Uganda

Franziska G. hat einen sehr interessanten Blog während der Zeit in Uganda geschrieben. Er enthält viele interessante Details und schöne Fotoimpressionen. Es lohnt sich auf jeden Fall darin etwas zu schmökern und sich die Bilder anzuschauen.

Franziska G. und Isabelle Z.  haben während ihrer Zeit von August 2013 bis Juni 2014 beim Ugandischen Roten Kreuz in Bushenyi im Westen Ugandas ein Mikrokredit-Projekt konzipiert und umgesetzt. Im Rahmen des Projektes wurden zwei Gruppen aufgebaut, geschult und in eine berufliche Selbstständigkeit geführt.

Aus der „Projektbeschreibung“ der beiden, die zur Akquise der Projektmittel angefertigt wurde:

„Es ist kein neues Projekt. Im kleineren Rahmen gibt es so etwas bereits und es hat sich schon in vielen anderen Ländern bewährt. Nun möchten wir auch Menschen aus dem Distrikt Bushenyi die Möglichkeit geben, von der Idee zu profitieren.

Zu Beginn möchten wir 30 Personen ausbilden. Die Teilnehmer des Projekts werden durch folgende Kriterien ausgesucht, wobei nicht alle gleichzeitig erfüllt sein müssen:

1. Arbeits- und Perspektivlosigkeit
2. Leben unter dem Existenzminimum
3. bildungsschwach
4. HIV-positiv

aber

5. mit Motivation und Zuverlässigkeit

Durch ein spezielles Training, welches von Mitarbeitern einer ugandischen Firma, der Mukwano Industrie durchgeführt wird, erlernen die Teilnehmer das Herstellen von Kerzen, Seifen, typischen afrikanischen Schuhe, „Energie Saving Stones“ und Mückenschutzmitteln. Diese Waren sollen – und werden – die Qualität haben, in einem „Red-Cross-Store“ in der Hauptstadt des Bushenyi Distrikts sowie auf lokalen Märkten verkauft zu werden.

Bei diesen Trainings soll den Teilnehmern aber auch ein Einblick in eine einfache Buchhaltung gegeben werden. Ebenfalls soll eine Teambildung im Vordergrund stehen. So können die Teilnehmer nach dem Training ihr kleines „Unternehmen“ zusammen führen und ihr verdientes Geld sinnvoll anlegen und verwenden. Jeder der Teilnehmer hat eine spezielle Aufgabe und Fähigkeit, die er in das „Unternehmen“ einbringt bis sie auf eigenen Füßen stehen können.

Die Teilnehmer werden vorerst in Arbeitsgruppen zusammen arbeiten, so dass es größere Mengen von qualitativen guten Produkten werden. Die benötigten Materialien werden so weit wie möglich eigenhändig produziert (Wachs von Bienen) und aus der Region stammen. Außerdem werden den Teilnehmern für den Beginn die Materialien zur Verfügung gestellt.

Die fertigen Produkte werden dann in dem Red-Cross-Store und auf Märkten verkauft. Einerseits erhalten die Teilnehmer so ihr erstes Geld, wobei ein Teil aus diesen Verkäufen wieder in das Projekt fließt, um benötigtes Material zu finanzieren, wieder neue Leute auszubilden und Fortbildungen zu veranstalten. Die Teilnehmer bekommen dabei mindestens 80 % des Gewinns, die anderen 20 % fließen zurück in das Projekt.

Wir erhoffen uns, dass wir nach einer ersten Testgruppe, immer wieder neue Gruppen ausbilden können und dann auch Ausbildungen in anderen Bereichen anbieten können.“

Einige Bilder aus den Anfängen des Projektes:

Dieses Projekt wird nach wie vor erfolgreich weitergeführt. Aus den zwei Mikrokredit-Gruppen zu Beginn sind mittlerweile zwölf geworden.

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